Sonntag, 5. Juli 2015

Sonntag,

05. Juli 2015

[lied des tages: 'i know i'm a wolf' von young heretics]



Morgentau
Ferien! Ausschlafen, am Strand sein, ganz viel schreiben, tanzen, meine Zeit mit Freunden verbringen … Ich habe gerade eine extrem entspannte Zeit, Leute. Und gleichzeitig werde ich immer nostalgischer, weil mein Jahr leider beinahe vorbei ist. Ich zähle bereits die Tage bis zu meiner Abreise und jede Stunde scheint mein Verlangen, für immer hier zu bleiben, noch mehr anzuwachsen. Natürlich freue ich mich auch auf mein zuhause, aber gerade kann ich nur daran denken, wie sehr ich diesen Ort vermissen werde. Denn er ist jetzt ebenfalls mein zuhause. Und die Menschen hier habe ich sehr in mein Herz geschlossen. Ich mag gar nicht an den nahenden Abschied denken, der wird sicherlich schrecklich traurig. Und ich kann kaum glauben, dass bald schon ein ganzes Jahr um ist! Ein ganzes Jahr voller bunter Erinnerungen, die ich für immer sorgfältig in meinem Inneren aufbewahren werde.

Im Gras chillen :D
Apropos Erinnerungen: Eine davon ist wie die Erfahrung in Bulungula ein bisschen beängstigend. Als wir vor ein paar Wochen in Mthata einkaufen waren und einen neuen Freiwilligen abgeholt haben, konnten wir erst bei Eintritt der Dämmerung (hier wird es nun schon um halb sechs dunkel!) aus der Stadt fahren. Ich war schon ein bisschen nervös, weil die Straßen zu dieser Zeit mega überfüllt sind und wir unseren ganzen Einkauf im Wagen gelagert haben. Es ist allgemein bekannt, dass Mthata zu dieser Uhrzeit kein wirklich sicherer Ort ist. Deswegen legen wir auch normalerweise sehr viel Wert darauf, so früh wie möglich wieder zurückzufahren.
Nun ja, und wie wir so stockend vorankamen, habe ich den Fahrer (Sibongile) gefragt, ob wir nicht vielleicht das Auto abschließen sollten. Er zeigte sich aber unbesorgt, und da habe ich das Thema fallen gelassen. Doch dann, ein paar Minuten später, hörte ich plötzlich Laura hinter mir hysterisch schreien. Ich hatte erst absolut keinen Plan, was los war, bis ich verstand, was sie eigentlich schrie: „Go away!!!“ Dann begriff ich: Ein Typ hatte die Autotür aufgerissen und zerrte an Lauras Rucksack! Als er damit keinen Erfolg hatte, ließ er los und machte die Hecktür auf, um sich ein paar unserer Einkaufstüten zu schnappen. Zum Glück war Laura so geistesgegenwärtig und stieg immer noch schreiend aus dem Wagen, sodass der Typ Angst bekam, die Tüten fallen ließ und zwischen den Autos verschwand. 
Mein einziger Spiegel ist
leider kaputt. Aber ...
(Währenddessen bin ich erst aus dem Wagen gesprungen, nur um mich dann sofort wieder reinzusetzen, weil ich nicht wusste, was von beidem klüger war. Ich hatte ja keine Ahnung, ob der Typ Helfer hatte und ob die Helfer Messer oder andere Waffen dabei hatten (im Dorf gibt es ja manchmal Messerkämpfe, da halte ich mich auch lieber fern, haha). Ich habe einfach nur überall Menschen gesehen, die sich zwischen den Autos bewegt haben (das ist da üblich) und in dem Moment sah der eine zwielichtiger als der andere aus).
Wir verbarrikadierten uns total aufgelöst wieder im Wagen und redeten Sibongile aus, den Kerl zu verfolgen (Sibongile war nämlich fuchsteufelswild). Wir wollten einfach nur raus aus der Stadt, aber natürlich ging es nach diesem Vorfall nicht schneller als vorher voran.
... Das macht der Jule nichts xD
Und nach ein paar weiteren Minuten merkten wir, dass derselbe Typ es wieder versuchte. Er öffnete die Hecktür erneut und griff hinein. Plötzlich schrien alle rum und alles ging so schnell, dass ich es nicht wirklich verstand. Am Ende war Sibongile nicht mehr da und wir vier weißen Leute (ein Mann und drei Frauen) waren vollkommen allein mit dem Wagen und unserem Zweiwocheneinkauf. In diesen Momenten habe ich mich ehrlich gesagt am meisten gefürchtet, weil ich dachte, dass jetzt andere ihre Chance erkennen und ergreifen werden. Denn es ist nun mal so, dass Sibongile als Dunkelhäutiger dort ein gewisser Respekt entgegengebracht wird – sie wissen wahrscheinlich, dass mit ihm nicht gut Kirschen essen ist. Uns würde man wahrscheinlich gar nicht ernstnehmen.
Wir hockten also zitternd im Wagen und hielten alle Türen zu (in den unbequemsten Positionen – wenn ich jetzt dran denke, muss ich grinsen), weil man sie anscheinend gar nicht erst abschließen konnte. Und nach einer Ewigkeit kam Sibongile mit dem Kerl wieder. Ich saß die ganze Zeit auf dem Beifahrersitz (war lustigerweise noch angeschnallt) und konnte die Beiden nur erkennen, wenn ich meinen Hals verrenkte. 
Sibongile hielt die Arme des Typen hinter dessen Rücken fest und stieß ihn dann gegen den Wagen. Himmel Herrgott, mir wird jetzt noch ganz anders, wenn ich daran denke, wie wütend Sibongile gewesen ist. Er schlug dem Kerl ins Gesicht, und dann kam noch ein anderer Typ und machte mit, bis der Möchtegerndieb blutend am Boden lag und sie beide auf dessen Kopf eintraten. Ich weiß noch, dass ich mich absolut gelähmt gefühlt habe. Ich wollte mich einerseits so schnell wie möglich abschnallen, ums Auto hechten und Sibongile wegzerren, andererseits dachte ich mir, dass das gar nicht schnell genug geht, und so habe ich mich nur weit im Wagen vorgebeugt und Sibongile angebrüllt, er solle das auf der Stelle lassen. Ich habe mich glaube ich selten in meinem Leben derart hilflos gefühlt.
Sibongile hat das gar nicht gehört, der war wie in Trance. Ich war natürlich nicht die Einzige, die ihm verzweifelt zugerufen hat, er solle aufhören – der neue Freiwillige war zum Glück auf der richtigen Seite des Wagens und machte Anstalten, Sibongile wegzuziehen. Trotzdem vergingen weitere quälende Sekunden, bis er tatsächlich von dem Jungen abließ (denn der Möchtegerndieb war sicherlich erst siebzehn/achtzehn). Und auf einmal fuhr ein Auto so knapp an dem Jungen vorbei, dass ich einen fürchterlichen Augenblick lang annahm, es würde ihn überfahren.
Bevor Sibongile wieder einstieg, wusch er noch das Blut von seinen Händen. Ich kam mir vor wie in einem schlechten Film. Und erst, als wir endlich aus der Stadt rauswaren, konnte ich ausatmen. Wir haben dann noch mit Sibongile über das Geschehen geredet. Die Erzählung mag ihn jetzt in einem schlechten Licht erscheinen lassen, aber eigentlich ist er einer der freundlichsten und lustigsten Personen, die ich kenne und ich habe ihn wirklich lieb. 
Gewalt gehört einfach in den Alltag der Xhosa-Menschen, für ihn war das Verprügeln eine gerechte Strafe. Er meinte, er wollte dem Jungen klarmachen, dass er das nicht noch einmal machen darf. Er wollte ihm eine denkwürdige Erinnerung verpassen, damit er sein eigenes und das Leben anderer nicht weiter versaut. Dieser Gewaltausbruch war selbstverständlich für ihn (und wäre es sicher für jeden anderen im Dorf), auf den Gedanken, die Polizei zu rufen, ist er gar nicht erst gekommen – was auch verständlich ist, weil die hier selten wirklich hilfreich ist. Ich weiß ja auch, dass die Preschool-Kinder regelmäßig solche „Strafen“ ertragen müssen. Einmal hat ein Kind nach der Afterschool seine Schuhe gesucht, und ich habe ihm dabei geholfen, doch wir haben die Schuhe einfach nicht gefunden. Es hat die ganze Zeit verzweifelt geweint, und als ich es fragte, warum es das tat, meinte es: „My mother will beat me at home“. Das hat mir das Herz zerrissen. Vor allem, weil ich nichts dagegen tun konnte.
Nun ja, auch solche Erinnerungen habe ich an dieses Jahr. Sie gehören eben dazu.

Wie im letzten Beitrag schon angesprochen, schnappe ich mir ja jetzt täglich drei der jüngsten Kinder aus der Preschool, um mich mit ihnen in der Kirche zu beschäftigen. Dabei kann ich die Kinder und ihr Verhalten ganz genau beobachten (was normalerweise nicht möglich ist, schließlich haben wir 41 Kinder in der Preschool). Ich werde immer ganz stolz auf die kleinen Fruchtzwerge, wenn ich Fortschritte in ihrer Fein-/Grobmotorik und ihrem logischen/mathematischen Denken bemerke. Und natürlich fordere ich gern die besonders cleveren Kinder heraus, nur um fasziniert festzustellen, wie gut sie sich schlagen. Gleichzeitig fordern sie auch mich heraus, was ein tolles Gefühl ist, weil ich dieses Wechselspiel des Lernens einfach nur erfrischend finde. Letztens zum Beispiel las ich ein Bilderbuch vor. Plötzlich zeigte ein Mädchen auf einen Vogel und sagte „intaka“. Ich sprach das neue Wort fragend aus, woraufhin sie nickte. Dann zeigte auch ich auf den Vogel und sagte „bird“. Sie reagierte genauso wie ich, und auf einer anderen Seite des Bilderbuchs schnellte ihr Zeigefinger sofort zum Vogel, als ich sie fragte, wo er sich denn verstecke.
Bei Sonnenaufgang
Es macht mich wirklich froh, die sprachliche Barriere vor einiger Zeit überwunden zu haben (was auch daran liegt, dass meine Xhosa-Kenntnisse sehr viel besser sind), weil ich viel mehr in Kontakt mit den einzigartigen Persönlichkeiten treten kann, die unsere Preschool und Afterschool unterrichten.
Gleichzeitig haben wir (die Lehrer und Volunteers) einen Afterschool-Stundenplan entworfen, und momentan helfe ich jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag nachmittags im Education Centre aus. Außerdem bereiten wir Themenordner vor (ähnlich wie bei den Themenboxen, an denen ich immer noch sitze), damit sich die Lehrer Unterrichtsmaterial nach Belieben ansehen und es auswählen können, falls es ihnen gefällt. Unter diesen Themenordnern gibt es den Ordner „Musik“ - den Verantwortungsbereich habe ich mir natürlich sofort geschnappt. Nachdem das mit dem Chor nicht geklappt hat, nutze ich jede Möglichkeit, mit den Kindern zu singen (übrigens auch, wenn ich die Kleinen der Preschool bei mir habe. Wir summen gerne die unterschiedlichsten Lieder). Vor kurzem erst hatte ich eine Afterschool-Stunde, während der die große Kindergruppe meine ganze Ansammlung an Liedern gesungen hat – sogar dreistimmige Stücke waren dabei. Das hat mich sehr glücklich gemacht (und die Kinder haben auch alle miteinander gegrinst).
Ngcwanguba Store. Dort
kaufen wir häufig ein
Übrigens werden das Education Centre und die Preschool in das Dorf „verlegt“, damit die Kinder besseren Zugang zur Bildung haben. Momentan liegt Beides nämlich im Backpacker am Rand des Dorfes, und viele Kinder müssen lange laufen, bis sie ankommen.
Wie gesagt bereite ich nach wie vor die Themenboxen für die Preschool vor und erledige hin und wieder Aufgaben nebenbei. Wie zum Beispiel das Organisieren eines Abschiedsgeschenks für einen Kollegen, der sich eine Auszeit von Transcape nimmt. Es wurde ein selbst gestaltetes Buch mit Abschiedsgrüßen und Fotos (von beinahe jedem Menschen, der je mit diesem Kollegen gearbeitet hat), für das ich die Verantwortung übernommen habe (das bedeutet manchmal ein bisschen Stress, weil die Minderheit der Leute die Texte für dieses Buch bis zur Deadline ablieferte). Dann gibt immer noch Spendensammelaktionen, und in den letzten Monaten habe ich ein kleines Miniprojekt entworfen, das mir ziemlich wichtig ist.

Es geht um die Gesundheit der Preschoolkids. Ich sehe dauernd kranke Kinder (mit eiternden Abszessen am ganzen Körper, seltsamen Beulen unter der Haut, Ohren, aus denen Eiter läuft, ect), doch hier ist eben nicht Standard, bei der kleinsten Krankheit zum Arzt zu laufen. Selbst wenn die Krankheit hartnäckig bleibt, können sich eben die meisten Eltern den Transport zur Klinik nicht leisten. 
Zikhona und ich
lackieren uns die Nägel :D
Dabei habe ich zugeschaut, bis es mir irgendwann gereicht hat. Da Transcape gerade leider zu viel um die Ohren hat, mache ich das auf privater Basis – das heißt mithilfe einer extrem hilfsbereiten Kollegin, die in Canzibe als Ärztin arbeitet. Sie sammelt Spenden für ihre Projekte und ich darf diese Spenden mitbenutzen (natürlich, solange ich die Bustickets einsammle und Fotos von den Klinikkarten mache, damit auch bewiesen ist, dass die Eltern das gespendete Geld für den Transport zur Klinik verwendet haben. Außerdem muss ich selbstverständlich genauestens darüber Buch führen, wie viel Geld letztendlich weggegeben wurde). Weil es zum Glück nicht einmal zwei Euro kostet (umgerechnet), zur weit entfernten Klinik und zurück zu fahren, kann man hier mit wenig Geld viel bewirken. Und damit wir auch ganz sicher sein können, dass wir die Bustickets und Klinikkarten zu sehen bekommen, sammeln wir vorher die Personalausweise beim Geldaushändigen ein, die sie wieder zurück bekommen, sobald wir das Gewünschte in den Händen halten.
Eigentlich klingt das alles nach einem einfachen Prinzip – Geld für Transport zur Verfügung stellen – aber dahinter steckt dann doch mehr Organisation, als man es sich auf den ersten Blick denkt. Wieder einmal kann ich nur feststellen, wie viel ich hier lerne. Ich könnte bald bestimmt damit ein Buch füllen.

Resteverwertung: Ich bereite ein
schmackhaftes Mahl aus Resten zu. xD
Leider hat das mit der Talentshow nicht geklappt. Ich habe zwar mein Bestes gegeben (Flyer überall im Dorf aufgehängt, jeder Person davon erzählt, die ich kenne und alles auf Xhosa übersetzt) und obwohl sicher der Wille (und das Talent) da war, zu performen, ist es am Ende an den Unterschieden zwischen meiner und dieser Kultur – und damit an meiner Umsetzung – gescheitert. Das Ganze hat sich ziemlich lange hingezogen, deswegen nur ein paar zusammenfassende Worte über meine fehlerhafte Umsetzung: Ich habe das alles in der naiven Annahme geplant, dass die Menschen verstehen, was ich meine. Alleine schon das Wort „Talentshow“ sagt bereits alles aus – woher sollen die Dorfbewohner wissen, was das ist? Sie haben keine Fernseher (und wenn, dann schauen sie sich steinalte Schwarzweißfilme an, weil sie keinen Empfang haben). Dann hatte ich eine Anmeldeliste im Education Centre aufgehängt, damit sich die Teilnehmer dort eintragen konnten, und obwohl ich dick und fett auf die Flyer in Xhosa schrieb, dass sie ohne den Namen auf der Liste gar nicht erst zum ersten Auswahltag kommen brauchten, landeten nur zwei bis fünfzehn Namen dort. Und am Ende kamen viel mehr Leute zum Auswahltag. 
Vollmond!
Ja, der katastrophale Auswahltag. Oder sollte ich sagen „die katastrophalen Auswahltage“? Denn nach dem ersten Versuch habe ich noch nicht aufgegeben, ich war voller enthusiastischer Sturheit und wollte das unbedingt durchsetzen. Ich dachte, wenn ich nur noch ein bisschen feile und schleife, dann kapieren die es ganz sicher. Falsch, wie mir jetzt klar ist.
Jedenfalls waren diese Auswahltage ein einziger Witz. Und das liegt, wie gesagt, an meiner Herangehensweise. Weil die Menschen überhaupt nicht wussten, was eine Talentshow, geschweige denn ein Auswahltag ist (obwohl ich es auf den Flyern versuchte, einfach auszudrücken), kamen sie entsprechend verplant an. Ohne die benötigte Musik auf CD, Handy oder einem anderen Medium (die sie ja haben mussten, weil sie sonst nicht hätten proben können). Wo wir beim nächsten Punkt wären: Teilweise hatten sie ihr Stück nicht ein einziges Mal geprobt. Ich meine, mein Plan war, die Besten an diesen Auswahltagen herauszupicken, aber die Kandidaten hatten sich nicht einmal die Mühe gemacht, zu proben. Und einige standen einfach nur da und wussten gar nicht, was sie überhaupt aufführen wollten, während sie noch auf die fehlenden Mitglieder ihrer Band warteten!
Mia schläft ... XD *_*
Ich muss lachen, wenn ich daran zurückdenke. Sie waren definitiv Feuer und Flamme, gingen das Ganze aber mit einer solchen Nachlässigkeit an, die mir selten so krass begegnet ist. Und das meine ich überhaupt nicht negativ. Für uns Stadtmenschen mit unseren engen Zeitplänen ist Exaktheit, Zuverlässigkeit, Sorgfältigkeit und Vorbereitung unerlässlich. Wir brauchen das in unserem Alltag, und deswegen sehen wir die oben beschriebene Nachlässigkeit erst einmal als unerwünscht an. Doch in der Welt, in der ich gerade lebe, ist eben anderes wichtig. Da stehen unsere so geliebten westlichen Vorsätze nicht an erster Stelle, und das habe ich sehr deutlich zu spüren bekommen.

Und nachdem ich sie aufgeweckt habe,
starrt sie mich nur vorwurfsvoll an.
Ihr Blick sagt ja quasi: "Man, I'm
so tired of your shit. Why can't
you just leave me alone?!"
Ach, Mia. Cause you're
freaking cute, that's why <33
Nun, wieder etwas gelernt. Und da wir gerade beim Thema Lernen sind, schreibe ich noch kurz etwas über einen Gedanken, der mir letztens gekommen ist. Weil man sich die Menschen hier nämlich nicht aussuchen kann, lernt man eine Menge über Kommunikation. Selbst wenn du frustriert bist und die Wände einschlagen könntest, bist du auf die anderen angewiesen, siehst sie jeden Tag und musst mit ihnen auskommen. Das steht im krassen Kontrast zu dem Stadtleben, das ich kenne. Dort kann man die Türen zuschlagen und sich ausweichen. Man kann sich in sein Schneckenhaus verziehen und einfach Kontakte abbrechen, wenn sie einen überfordern. Diese Möglichkeit hat meiner Meinung nach viel zerstört (auch wenn ich ehrlicherweise froh bin, wenn ich sie wieder ausleben kann). Denn dadurch ist man geneigt, eine Beziehung lieber wegzuschmeißen, anstatt den Problemen ins Gesicht zu sehen. Doch diese Wahl hat man hier nicht. Man lernt jeden Charakterzug am Gegenüber zu schätzen und definiert „kennenlernen“ noch einmal neu. Ich erlebe hier eine Nähe, die so in einer Stadt kaum möglich wäre (außer, man legt es darauf an). Dafür bin ich sehr, sehr, sehr dankbar!

Hach, das war doch ein schönes Schlusswort. Die besten Grüße aus Südafrika!

Dein Julchen

Montag, 4. Mai 2015

Montag,

04. Mai 2015

[lied des tages: 'in dreams' von ben howard]




Hallöchen!

Letztens habe ich festgestellt, dass ich ja nur noch knapp vier Monate in Südafrika bleiben werde. Das hat mich ziemlich erschrocken, denn irgendwie hatte ich im Kopf, dass das Jahr gerade erst angefangen hat. Wie ich glaube ich schon einmal schrieb, verfliegt die Zeit hier einerseits – und andererseits eben doch nicht. Die Zeit ist ein ziemlich lustiges Phänomen. Aber das kennst du bestimmt.
Foto vom Ausflug in den
Tierpark während des Seminars
Es mal wieder nichts Revolutionäres passiert, aber ich habe ein paar schöne Bilder und kleine Erzählungen aus meinem Leben, die dich vielleicht interessieren. Beispielsweise habe ich letztens mit Pia, Maddy, Laura, Caroline und Linde in einer wunderschönen Unterkunft nahe Coffee Bay übernachtet. Dann habe ich auch endlich mal Fotos vom Lagerfeuer am Strand geschossen, das wir ja hin und wieder machen. Außerdem hat Transcape eine Spendensammel-Möglichkeit gefunden, als über Ostern viele Backpacker Mdumbi stürmten, um dort zu feiern. Wir machten einen richtig leckeren Brunch, von dem sich Gäste wie von einem Buffet nehmen konnten und dann so viel dafür bezahlen durften, wie sie wollten.
Lagerfeuer am Strand
Obwohl die Kälte kurzzeitig bei uns Einzug hielt, ist es tagsüber momentan einfach nur sonnig, sonnig, sonnig. Die Nächte sind aber nicht mehr lauwarm, sondern herbstlich kühl. Das macht mir aber ehrlich gesagt nichts aus, weil ich Kälte auch mag. Ich kann es kaum erwarten, wieder einmal eine Schneeballschlacht zu veranstalten. Leider waren die letzten Jahre für mich nämlich schneelos.
Gestern Nacht sind Maddy, Pia und ich zum Tshani-Point gegangen (einem Ausblick) und weil der Mond so schön groß und rund und unverdeckt war, wirkte er fast wie eine zweite Sonne. Ich schwöre, unsere Schatten waren klar umrissen und wir brauchten nie auch nur einmal eine Taschenlampe – und natürlich gibt es hier weder Straßenlampen, noch Shoppingcenter, die das geballte Licht absondern. Nur ein paar Kuhherden, die mitten auf der Schotterstraße stehen. Vielleicht habe ich mondhelle Nächte vorher noch nie so intensiv wahrgenommen, weil ich in einer Stadt aufgewachsen bin, über der selbst die Sterne nur ganz selten halbwegs richtig zu sehen sind. Ich war jedenfalls sehr überrascht ob der Helligkeit, als ich das erste Mal hier eine mondhelle Nacht erlebte. Und gestern Nacht saßen wir dann am Tshani-Point und beobachteten, wie das Mondlicht auf dem Meer glitzerte und die Wellen sich schäumend an den Felsen der Küste brachen – es war so wunderschön!
Mia <3
Das hat mich an eine ebenfalls sehr mondhelle Nacht erinnert, in der Pia und ich nach einem Strandlagerfeuer zu unseren Hütten zurückkehrten (eigentlich wurden wir von einem netten Kerl gefahren :D), uns zwei Stühle schnappten und uns mitten auf die Wiese setzten, um uns um Mitternacht bei strahlendem Sonnen, äh, Mondschein zu unterhalten. Haha. Das war wirklich erinnerungswürdig …
Genauso wie Mia, eine kleine Babykatze, mit der ich einen Tag verbringen durfte. Und zwar hatte ich die zwei Tage zuvor ein klägliches Maunzen und Scharren aus dem Wellblechdach in der Küche der Sparks-Familie gehört – und schließlich wurde mir gesagt, dass es sich dabei um eine Babykatze handelte, die dort gefangen war. Ich fragte Ongeziwe, wo die Mutter sich denn aufhalten würde, doch die zuckte nur die Schulten und meinte „nicht hier“. Ich, ein bisschen ziemlich sehr doll krass tierverliebt (you get the point? ;D) heuerte erst mal Tata Sparks an, damit er diese Beule im Welldach öffnete (der Ort, wo sie gefangen war, ist richtig schwer zu beschreiben) – aber es brauchte ein bisschen, nun ja, spezielle Motivation, um ihn dazu zu bewegen. Ja. Haha. Geld regiert die Welt. (Keine Sorge, waren „nur“ 10 Rand (ca 1 Euro), was für mich nicht viel ist, aber schon ziemlich erklecklich (Gott, dieses Wort habe ich bisher noch nie geschrieben) für die Familie.) 
Bild von der Unterkunft nahe Coffee Bay
Finally – die Miniversion einer Katze war draußen und ich hielt sie vorsichtig in meinen Händen. Sie hatte nicht einmal ihre Augen offen und auch der Rest der ausgetrockneten Nabelschnur war noch am Bäuchlein zu sehen. Sie war schwarz-weiß gefleckt – so ein Katzenmuster hatte ich bei Vukani nie gesehen. Ich hatte keine Ahnung, wo ich die Mutter suchen sollte. Aber ich wusste, dass das Kleine unbedingt Wärme, regelmäßige Fütterung und Pflege brauchte – tja, und da dachte ich mir: „Herzlichen Glückwunsch, Jule. Du bist jetzt spontane Katzenmutter. Viel Spaß.“
Ich war ein bisschen zerrissen, da ich ja einerseits flauschige, süße Wesen wie Mia liebe, aber andererseits auch ein geregeltes Leben habe und dann auch noch herausfand, dass man Katzenbabys in diesem Alter unbedingt alle zwei Stunden füttern muss (Schlafentzug, hurra!). Aber ich konnte das Kleine natürlich niemals einfach seinem Schicksal überlassen (obwohl mir einige mit bedeutungschwerem Blick mitteilten, dass die Katze mir natürlich unter den Fingern wegsterben könnte ...) . Also schleppte ich es mit zur Arbeit und trug es überall mit mir in einem Tuch herum, damit es nicht frieren musste (die können ihre Körpertemperatur noch nicht selbstständig aufwärmen). Ich fütterte es mit einer Spritze in den Mund, was VIEL Geduld und Liebe abverlangte. (Für die zukünftigen Katzenmütter unter euch: angewärmte Kuhmilch mit Wasser tut's, auch wenn es nicht ideal ist. Aber ich hatte ja leider keine andere Wahl hier.) Ich bereitete sogar ein kleines Heim in einer Kiste für Mia vor. Ja, ja …
Als ich dann aber nach Hause kam, sprach ich noch mal mit Ongeziwe, ob sie denn wirklich nicht wüsste, wer die Mutter wäre. Und sie zeigte auf eine hereinhuschende Katze, die orange-weiß ist und hier mit ihren anderen zwei schon viel größeren Jungen lebt! Hallo?! Da bereitet man sich auf Drama und tiefe Augenringe vor und am Ende war ein sprachliches Missverständnis der Grund. Und, ich meine, die Katze ist orange-weiß. Nicht schwarz-weiß. Kein bisschen.
Transcape Easter Brunch!
Nom nom nom.
Ich legte das Kleine also vor die Schnauze der angeblichen Mutter. Diese maunzte, schleckte es ab (was ja ein gutes Zeichen sein soll) und trug es dann mit einem gezielten Biss in den Nacken von mir fort. Ich war natürlich sehr erleichtert – neugewonnenes Familienglück! Doch in den nächsten Wochen sah ich das Kleine nicht mehr mit der Mutter und hatte kein gutes Gefühl bei der Sache. Zum Glück ist es mir gerade erst gestern begegnet, als es die Welt mit tapsigen Pfoten erkundete. Hach! Mia ist gut genährt, was mich echt glücklich macht und sie ist sogar auf mich zugetaumelt, als ich sie leise begrüßte! Und dann hat sie noch an meiner Hand geschnuppert ... <3 Wow, das ist echt ungewöhnlich. Normalerweise sind die wilden Katzen hier menschenscheu - verständlicherweise. Ich bilde mir jetzt einfach mal ein, dass mich die liebe Mia wiedererkannt hat XD Und wehe, du nimmst mir die Illusion! :P
Ich teile mir übrigens jetzt mit Pia die Zeiten in der Preschool, weil es sinnlos ist, wenn wir zwei gleichzeitig in der Schule sind. Dafür gibt es einfach nicht genug zu tun. Und dann schnappe ich mir nun auch regelmäßig drei Kinder aus der jüngeren Altersklasse und beschäftige sie eine Zeit lang in der Kirche hier, wenn die Älteren Aufgaben lösen. Nebenbei schreibe/überarbeite ich wie immer und nun kommen natürlich auch die Bewerbungsfristen für die Unis … Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich froh, wenn das hinter mir liegt, haha. Ich will meine Zukunft endlich fest geplant haben, damit ich voller Freude darauf zugehen kann.

Immer noch Transcape Easter Brunch ...

Speisekarte des Brunchs: Apfel-Karotten-Muffins, Bananenbrot,
Xhosa-Brot, Rührei, überbackene Kartoffeln, Gemüsequiche,
Kakao, Orangensaft, Fruchtsalat, gewürzte Tomaten, gekochte
Eier (einmal bemalt und einmal mit einer leckeren Soße)

Rate mal, wer diesen grandiosen Fruchtsalat gemacht hat ...
Nach dem gemeinsamen Wochenende (von links nach rechts):
Caroline, ich, Maddy, Laura, Pia, Linde



Dein Julchen

Montag, 16. März 2015

Montag,

16. März 2015

[lied des tages: 'ghosts that we knew' von mumford & sons]





HALLOOOOO! *hervorlug*
 

Reisezeit
Dieser Beitrag wird sehr viel textarmer als der Letzte, dafür aber gibt es eine Riesenladung an Fotos. Ich habe nämlich wie wild Bilder gemacht auf meiner Reise nach Kapstadt, mach dich auf was gefasst! (Es ist mir unheimlich schwer gefallen, "nur" diese Fotos für den Blog auszuwählen. Ich fotografiere einfach zu viel. Mäh.)



Wanderzeit
Zu Beginn kamen meine Eltern nach Mdumbi und schauten sich an, wie ich hier lebe. Das war sehr seltsam, aber auch sehr schön. Danach sind wir mit einem Mietwagen nach Port Elizabeth gefahren, wo wir in einer Bed & Breakfast Unterkunft übernachtet haben. Dort musste natürlich auch der Addo Elephant Park besucht werden – was ein Erlebnis war, das ich nie vergessen werde. Die Elefanten sind in Herden über die Straßen gelaufen, nur einen halben Meter vom Auto entfernt gewesen. Ich konnte in das wunderschöne Auge eines Elefanten schauen – goldbraun war es und guckte mich wachsam an. Außerdem waren überall Warzenschweine, Zebras und riesige Käfer, über die man nicht fahren sollte.
Unser nächster Halt war Stormsriver. Als Erstes wanderten wir in Tsitsikama und überquerten die Suspension Bridge.
Kaffeezeit
Danach wollten wir eigentlich mit Robben schwimmen gehen (das ist da eine Attraktion), doch weil es so windig war, sind die Boote nicht auf das Meer gefahren. Leider. Doch dafür habe ich mich dann auf einen Adventuretrial begeben, der absolut awesome gewesen ist (meine Eltern haben da definitiv was verpasst). Meine Gruppe und ich sind einen Fluss entlanggewandert, welcher teilweise durch Höhlen und kleinen Schluchten fließt, also mussten wir entsprechend oft klettern, uns abseilen, von Felsen springen und natürlich dauernd im schwarzen Wasser schwimmen. Das war hammer.
Nach drei Tagen ging es dann aber auch schon wieder weiter nach Wilderness, wo uns dann nicht so viel Action erwartete. Dafür haben wir uns am Strand entspannt, weil wir danach nach Swollendam fuhren, einem Ort im Inland – also weit weg vom Ozean.
Dort sind wir zu einem Wasserfall gewandert, der einen gewaltigen Berg herunterfließt. Das Wasser des Wasserfalls ist fast rötlich, weil es so eisenhaltig ist. Leider weiß ich den Namen des Wasserfalls nicht mehr, aber Swollendam ist ein kleiner Ort, ihr findet den Wanderweg sicher, falls ihr dort einmal vorbeifahrt. XP

Perlhuhnzeit - Ich liebe diese Viecher!
Der nächste Stopp war leider schon das Ende der Reise – Kapstadt. Weil der Tafelberg ja ein „Muss“ ist, sind wir mit der Seilbahn hochgefahren und haben den durchaus atemberaubenden Ausblick genossen. Ich weiß aber jetzt nicht, wieso diese Attraktion so berühmt ist, denn da habe ich schon weit aufregendere Dinge gesehen (und gemacht :D). Der Tafelberg war ungefähr so spannend wie der botanische Garten, in dem es aber auch den Riech- und Blindengarten gibt – und die mag ich. Abends gab es dort sogar ein Festival mit „Mi Casa“, einer recht berühmten Band aus Südafrika. Es war lustig und interessant, all die verschiedenen Menschen zusammen zu sehen, wie sie auf Decken saßen und später gut gelaunt zur Musik tanzten. Das war der Inbegriff von Multi-Kulti.

Ausblickzeit - äh, was? Ich wollte einfach ein schönes Bild hier hinpacken. So.

Insgesamt hatte ich dann einen halben Tag zum „Shoppen“. Eigentlich verabscheue ich „shoppen“ (warum gibt’s dafür kein angemessenes deutsches Wort? „Einkaufen“ klingt nach Lebensmittelkaufwut und einen anderen Ausdruck habe ich noch nicht gefunden – deswegen muss ich „shoppen“ sagen, obwohl ich das Wort schrecklich affektiert finde. Argl. *Jules alltägliche Probleme*). Aber ich hatte eine Menge zu kaufen (unter anderem das Übertragungskabel für die Kamera ;D), deswegen war ich froh, die Möglichkeit dazu zu haben.
Blöderweise war mein Vater am letzten Urlaubstag krank und wir sind im Gästehaus geblieben, um bei ihm zu sein. Deswegen konnten wir unseren ursprünglichen Plänen nicht folgen.
Welche mir von all den Eindrücken, die ich während dieser Reise durch Südafrika entlang der Coast bekommen durfte, besonders im Kopf geblieben sind, sind diese hier:


  • Das verdammt gute Essen
  • Die wahnsinnig schöne Landschaft (Berge, die in Wolken verschwinden, blaustrahlendes Meer, tiefgrüne Wälder), die Natur im Generellen (faszinierende Insekten, wildes Wetter, das sich minütlich ändert und Tiere, die einem vor's Auto laufen – wie zum Beispiel ein kauender Pavian)
  • Der Atlantische Ozean, der bei Kapstadt anklopft, ist EISKALT
  • Man darf nirgendwo mit dem Auto anhalten, wenn man im ländlichen Bereich unterwegs ist, weil das extrem gefährlich sein kann
  • Die Südafrikaner sind beschissen freundlich. Yep. In keinem Land, das ich bisher besucht habe, waren die Leute so bemüht und hilfsbereit wie in Südafrika. Klar gibt es Ausnahmen und die Kriminalitätsrate kommt natürlich auch nicht von nix, aber trotzdem: Wah. <3 Total lieb, die Menschchen!
  • Doch Südafrikaner können leider überhaupt nicht Strecken einschätzen (Vorsicht, ich pauschalisiere natürlich nur). Wir haben unzählige Male gefragt „was meinst du, wie lange brauchen wir dafür“, uns wurde eine Zeit angegeben, die aber NIE auch nur ANNÄHERND gestimmt hat. Es ist schon zu einem Running Gag geworden.


Ich bin sehr froh und dankbar, jetzt ein bisschen mehr von Südafrika gesehen zu haben. Es ist ein wunderbares Gefühl, was mich diesem Land auf jeden Fall näher gebracht hat. Ich liebe es, mit fremden Menschen über Gott und die Welt zu sprechen, bis sie nicht mehr fremd sind und tausend verschiedene Perspektiven in den Koffer zu packen. Wir haben derart unterschiedliche Menschen getroffen, die allesamt für mich neue Gedanken hatten – genau das finde ich faszinierend und bereichernd.

Pfützenzeit! Okay, jetzt reicht's.
Es war allerdings wieder sehr komisch, sich in großen Städten oder luxuriösen Zimmern mit Fernsehern zu befinden und zu wissen, wie die Kinder gerade wohnen, mit denen man arbeitet. Es ist einfach seltsam und hat mich aufmerksam auf einige Dinge gemacht, die ich früher gar nicht beachtet habe. Ich kann nur erahnen, wie das Leben back in Germany sein wird. Ich glaube, der Kulturschock bei der Rückkehr wird größer, als ich ihn je hier in Südafrika erlebt habe. 

Weil die Vorfahren meiner Eltern Paparazzis sind (kleiner Scherz), haben sie ihre Linse oft auf mich gerichtet. Deswegen bekommt ihr am Ende des Beitrags gleich nach der Bergfanfotokette eine Überdosis Jule zu sehen. Es gibt leider kein Gegenmittel. Die Symptome (allgemeines Wohlfühlen und Glitzerregen vom Himmel) halten nur circa 24 Stunden an. Herzlichen Glückwunsch. 

Okay, ich entschuldige mich jetzt schon für alle schlechten Witze. Aber für die Fotos entschuldige ich mich nicht. Ich weiß, es sind viele, aber das muss so!


"Ey, bitch, lass mal Brotkrümel rüberwachsen."
"Ich will FRESSEN, Miststück!"
"Maul!!! Hier will jemand meditieren."
Sonnenuntergang und Meer und Berge
und Mond und Möwe. (Keine Ahnung,
ob die jetzt auch meditiert hat. Sie saß
auf jeden Fall eine ganze Weile dort.)

Ich im heißen Adventuretrial-Outfit. Rawr.
Runter geht's!
Ein Affenaktionist. Er will Straßenrechte für Affen einführen.
Top Straßenbemalung in Swollendam! *badumtss*
Mi Casa Festival. Seht ihr den Typen links unten? Der hat
sich für's Foto richtig in Schale geworfen und nur für euch
gepost! Yäy! Go, Mann in Blau! Wir voten für dich!
Und plötzlich standen alle! :D
Aus dem Statuengarten im Botanischen Garten. Ich nenne das
Werk "Imaginärer Kuss eines sehr einsamen Menschen"/
"Weltschmerz"/"Schmollmund". Jemand andere Vorschläge?
Mein Vater möchte gerne unerkannt bleiben. Deswegen dieser
dezente Personenschutz. Dafür habt ihr sicher Verständnis.
Herzförmiger Ausblick in Wilderness!
Decken.
Jah.
Das war's auch schon.
Meine Damen und Herren, Decken.
Diese Straußeneier gibt's überall zu kaufen als
Dekoration. Und nein, ich reiße jetzt keine
Eierwitze. Ich möchte mir einbilden, wenigstens
dafür zu erwachsen zu sein. *hust*

Auf dem Weg nach Kapstadt:
Boot im Gras.
Auch auf dem Weg nach Kapstadt: Townships.
Es muss wahnsinnig heiß und bei Wind auch extrem laut in
den Wellblechhütten sein. Trotzdem weiß ich auch von anderen
Freiwilligen, dass Menschen, die früher dort lebten, irgendwann
sogar wieder zurückkehren, weil sie das Township vermissen.
Das Haus, in dem wir in Swollendam übernachteten ...
... war wunderschön eingerichtet.
Die Waterfront bei Tag ...
... und bei ...
... Nacht.
Am letzten Abend.
Es war sehr windig, sodass bei jeder brechenden Welle das
Wasser sehr weit hochgesprüht ist und vom Wind weit weg
getragen wurde.
#Afrika #Sonnenuntergang #Wüste #Yolo
Kann ich nur empfehlen!
Addo-Elephant-Park! *____*
Diese Wesen sind so unbegreiflich schön. <3
Hahaha, ich hab mich bepisst, guckt euch mal die Leute im
Auto an! Wie die Panik schieben! Einfach genial. Uns ist genau
dasselbe später auch noch passiert, da haben wir dann weniger
gelacht. Ist schon klar, dass wenn so ein Riese (zusammen mit
seinen Kumpels) die Straße überquert, die Ampel auf rot steht.
Als uns so ein Megaelefant entgegenkam, mit den Ohren wedelte
und so ein komisches Geräusch machte, haben wir erst mal die
Fensterscheiben hochgefahren, schnell ein Abschiedsvideo gedreht
und dann dabei zugesehen, wie der Elefant nur einen halben Meter
von unserem Auto entfernt an uns vorbeischritt. Gemächlich und
stolz. Da lernt man, was Respekt bedeutet.
Zebrakuscheleinheit.
Ja, die fressen wirklich so. Auf ihren Knien. Und wenn sie
laufen, steht ihr Schwanz hinten nach oben ab wie eine WLAN-
Antenne. Warzenschweine sind schon eine Bereicherung für diese
Welt. <3
Joa. :D
Hammer Frühstück!

Super edel noch dazu.

All die Früchte! Es war ein Fest.



BERGFANFOTOKETTE


Für die Menschen unter euch, die Berge lieben.
Auf zum Tafelberg!




 


JULE - ÜBERALL



Noch ist alles "suuuupaaaaa"
"Immer schön lächeln, Jule, immer schön lächeln"
Ich hau ab! (Eigentlich bin ich das auf der Suspension-Bridge)
"Geh da mal hin, ich mach ein Foto, später wirst du dich freuen!"
- Sagte sie.
Von allen Seiten! Nicht mal in der Gondel hat man seine Ruhe.
"Mama, wir warten nur auf die Musiker,
kein Grund, mich abzufotografieren. Spar dir
deinen Speicherplatz für's Konzert auf!!!"
Beim Tee trinken? Ernsthaft?
Ha! Und ab dafür! Mein Tarnmodus wird aktiviert in 1..2...3...




Das war's dann auch "schon" wieder. Ich hoffe, du bist jetzt nicht erschlagen, sondern voll mit silbernem Glitzer und neuen Eindrücken. Ja, jetzt hat der Post auch schon ein Ende gefunden, keine schlechten Witze mehr. Hatte heute einen merkwürdigen Tag, okay?!
Auf dann!

 

♦Dein Julchen